Turqle Trading
Cape Town, Südafrika, Piri-Piri Sauce

- Geschichte/ Struktur der Organisation
- Ziele/Leistungen
- Produzentlnnen
- Zum Produkt
- Der Faire Handel

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Gründung:
Ort:
Produzentenzahl:
Produkte:
Struktur:
Frauenanteil:
Leitung:
Untergruppen:
1997
Kapstadt
rund 180
Gewürze, Kräuter, Meersalz, Senf

private Vermarktungs- und Exportfirma

95 %
Besitzer
12 Kleinbetriebe
 


Geschichte/ Struktur der Organisation

Die holländische Fair-Handelsorganisation FFT0, über die claro zur Zeit diverse Produkte bezieht, importiert seit mehreren Jahren Spezereien - Gewürzsalz und Gewürzsaucen, Senf, Obstessig, u.a.m. - aus Südafrika.

Ihr Handelspartner war dabei zunächst die Firma Africa Trading. Nach deren Auflösung gründeten zwei ehemalige Geschäftsleiter 1997 den Privatbetrieb Turqle Trading, der als Vermarktungsund Exportorganisation bisher sieben Produzentengruppen unterstützt, darunter auch den Familienbetrieb Nantekara, den Hersteller der Piripiri-Sauce, die cIaro seit kurzem anbietet. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Kleinbetriebe im westlichen Kapland, die sich verpflichten, die südafrikanische Gesetzgebung zur Regelung des Arbeitsverhältnisses zu respektieren (Mindestlohn, Mindestalter, Sozialversicherungen, u. a.). Abnahme, Vermarktung und Verschiffung der Produkte sind vertraglich geregelt, doch steht es den Produzentinnen frei, für einen Teil der Produkte andere Absatzkanäle zu benutzen.

Sitz und Büro der Firma liegen in Kapstadt. Für die administrativen Aufgaben und die Exportabwicklung sorgen die zwei Betriebsgründer; vorläufig kann kein zusätzliches Personal eingestellt werden.


Ziele/Leistungen
Wie in vielen Landesgegenden fehlt es auch an der Westküste an Verdienstmöglichkeiten. im westlichen Kapland beläuft sich die Arbeitslosigkeit auf 40 — 45%, im östlichen sogar auf 60 — 70%. Eines der Hauptanliegen des Privatbetriebes ist es, jedes Jahr rund 10% zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb fördert Turqle Trading die Entwicklung, Verarbeitung und Vermarktung einheimischer Agrarprodukte, unter Berücksichtigung weiterer Zielsetzungen des Fairen Handels. So wurde von der Firma gemeinsam mit FTO ein Trust zur Finanzierung von Sozialprogrammen gegründet; gespeist wird er durch eine Prämie, die ab Januar 2002 bei jeder Bestellung von beiden Parteien eingezahlt wird. Nutzniesser sind die Arbeiterinnen der Betriebe, die ihre Produkte über Turqle Trading vermarkten und in einem eigentlichen Netzwerk miteinander verknüpft werden sollen.

Zur Förderung der Absätze führt Turqle Trading gegenwärtig mit Unterstützung der holländischen ‘Fair Trade Assistance‘ Massnahmen durch, um den europäischen Normen hinsichtlich Hygiene und Qualität der Produkte gerecht zu werden.

Ein weiteres Ziel ist die Zertifizierung SA 8000, mit der die Sozialverträglichkeit (“Social Accountability“) einer Privatfirma ausgewiesen wird; bei der Uberprüfung sind die Standards der internationalen Arbeitsorganisation ILO, die Artikel der Menschenrechtserklärung sowie die Konvention über die Rechte des Kindes massgebend.


Produzentlnnen
Ursprünglich war Südafrika von so genannten Buschmann-Völkern besiedelt; zu ihrer Hauptnahrung gehörten die Blätter und Früchte eines Wildbusches, der weiterhin im Karoo-Gebiet, im Hinterland der Westküste, weit verbreitet ist. Auf Khoi, eine der Starnmessprachen, heisst der Busch Nantekara, zu deutsch “Nahrung für trockene Zeiten“.

Nantekara ist auch der neue, verheissungsvolle Namen eines Familienbetriebs bei Wellington, der bis vor kurzem unter dem Namen "Opzoek Herbs & Vintage Vinegars", die grosse Obstplantage "Siange Rivier Boerderij" bewirtschaftete, sich aber aus finanziellen Gründen gezwungen sah, diese zu verkaufen und eine Restrukturierung durchzuführen.

Seit Ende 2000 baut Nantekara verschiedene Kräuter sowie mehrere Gemüse- und Obstsorten an, die zum einen für den Lokalmarkt, zum andern für die Herstellung von Saucen, Essig und weiteren Spezialitäten bestimmt sind. Auf den Feldern sind 43 Frauen und 15 Männer das ganze Jahr über beschäftigt; in der Hauptsaison werden zusätzlich 35 Frauen eingestellt. In der Verarbeitungsanlage sind 20 Frauen sowie ein Mann fest angestellt.

Alle Arbeiterinnen erhalten korrekte Löhne und sind gegen Krankheit und Unfall versichert, unabhängig davon, ob sie voll oder zeitweise beschäftigt sind. Ferner können sie Anspruch auf Kinder- und Schulgeldbeihilfen geltend machen.


Zum Produkt
Die pikante Piri-Piri Sauce besteht aus verschiedenen Zutaten; ein Teil des Gemüses (Tomaten, Karotten, Knoblauch, Pfefferschoten) stammt aus Eigenproduktion, den Rest kauft Nantekara zum einen auf ihrer früheren Farm, zum anderen bei weiteren Produzentengruppen des Turqle Trading-Netzwerks oder aber auf dem Lokalmarkf "ein.

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Der Faire Handel

Der Faire Handel trägt zu den Entwicklungsanstrengungen von Turqle Trading bei:

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