CONACADO
Dominikanische Republik, Kakao (Rohstoff für
diverse Schokoladenprodukte)
- Organisation
- Leistungen
- ProduzentInnen
- Das Produkt
- Der Faire Handel
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| Gründung: Ort: Produzentenzahl: Produkte: Struktur: Frauenanteil: Leitung: Untergruppen: |
1988 ; im FLO-Kakaoregister seit 1995 Sitz in der Hafenstadt Haina Rund 9200 Kakao (Bohnen, Butter) Nicht gewinnorientierter Dachverband Auf Organisationsebene drei Frauenkooperativen Generalversammlung sowie der sechsköpfige Vorstand 9 Regionalverbände mit insgesamt 150 Dorfgruppen |
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Organisation
Die "Confederación Nacional de Cacaocultores
Dominicanos" entstand 1988 auf
Initiative einer regionalen Bauernvereinigung. 1989 wurde CONACADO als nicht
gewinnorientierter Dachverband offiziell anerkannt. 9 Regionalgruppen, die so
gennanten
?bloques?, koordinieren die Produktion und Vermarktung von Rohkakao, der in
130
Dorfgenossenschaften von insgesamt rund 6500 Kleinproduzenten angebaut wird.
Sitz und Verwaltung befinden sich in der Hafenstadt Haina; die Mitgliedsgruppen
sind im
ganzen Land aktiv und nehmen über ihre VertreterInnen an den Entscheidungen
teil.
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Leistungen
Hauptziel des Dachverbandes ist es, den Mitgliedern zu einem
besseren Einkommen zu
verhelfen. Gewöhnlich verkaufen die Kakaobauern den Zwischenhändlern
unfermentierte
Bohnen zu entspechend tiefen Preisen. CONACADO bezahlt für fermentierten
Kakao rund
25 % Mehrwert. Ein weiteres Ziel ist die Produktion von BIO- Kakao, der weniger
Kosten
verursacht und 10 % mehr einbringt; zahlreiche Mitglieder sind bereits zertifiziert
(u.a.
Knospe), die anderen verwenden garantiert keinerlei Chemikalien. Als begleitende
Massnahmen zur Qualitätsverbesserung und BIO-Umstellung unterstützt
CONACADO die
Bauern mit Weiterbildungskursen und günstigen Krediten.
Ein besonderes Anliegen gilt den Frauen, deren Mitarbeit sich traditionell aufs
Aufspalten
der Kakaoschoten und Herausklauben der Bohnen beschränkt. CONACADO hat
landesweit die Gründung mehrerer Frauenkooperativen gefördert. Drei
davon
beschäftigen 230 Frauen mit der Herstellung vielfältiger Produkte
aus Kakao-?Abfällen?
(z.B. Fruchtfleisch): Tierfutter, BIO-Dünger, Konfitüren und Bonbons...
Diese Arbeit hat
ebenso den Lebensunterhalt wie die soziale Anerkennung der Frauen verbessert.
Zur Stärkung der Organisation und der fairen Vermarktung tauscht CONACADO
Erfahrungen aus mit MCCH, einem Fair Trade-Partner in Ecuador, und nimmt aktiv
am
lateinamerikanischen Netz RELAAC teil.
1995 wurde CONACADO ins FLO-Kakaoregister aufgenommen.
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ProduzentInnen
In der Dominikanischen Republik gibt es rund 40'000 Kakaobauern.
Die meisten
bebauen weniger als 10 ha Land; über 90 % der 6'500 CONACADO-Mitglieder
sogar
weniger als 3 ha. Angepflanzt werden verschiedene Grundnahrungsmittel wie
Kochbananen, Süsskartoffeln, Reis sowie Zitrusfrüchte zum Eigenverbrauch
und für den
Lokalmarkt; Kakao ist praktisch die einzige cash crop. Doch die Weltmarktpreise
liegen
so tief, dass sich viele Bauern als Lohnarbeiter auf Grossplantagen verdingen
müssen.
Ausserdem hat der Wirbelsturm ?Georges? grosse Ernteeinbussen verursacht.
In dieser schwierigen Situation bietet CONACADO in Zusammenarbeit mit FLO und
den
Fairen Handelsorganisationen eine Alternative, die einen entscheidenden Beitrag
zur
Existenzsicherung der Kleinbauern und ihrer Familien leistet. (ep)
Weitere Infos zu CONACADO, bzw. ein Produzenteninterview, finden Sie auf der
FLO-
Homepage : http://www.fairtrade.net/impact.html
Das Produkt
Biozertifizierte Kakaobohnen und Kakaobutter; Die claro fair trade verwendet bei der Herstellung der Ma-scao-Schokolade nebst Rohstoffen von El Ceibo (claro code 623) , Cacvra (code 688 ) und Alter Trade (code 291) bio-zertifizierte Kakaobohnen und Kakaobutter von CONACADO.
Der Faire Handel
Der Faire Handel unterstützt CONACADO u. a. bei folgenden Leistungen: Erzielen höherer Kakao-Preise auch auf dem Binnenmarkt und im konventionellen Handel Weiterverarbeitung des Rohkakaos Umstellung auf Bio-Anbau Frauenförderung
© claro fair trade AG, 2552 Orpund, 032 356 07 00, www.claro.ch, März 2006 Code 622