| APIKRI - Geschichte/ Struktur der
Organisation Geschichte/ Struktur der Organisation „Gemeinsam wachsen!" Unter diesem Motto schlossen sich Ende der 1980er Jahre rund 20 Kleinproduzentinnen zusammen. 1990 gründeten sie - mit Unterstützung der Fair-Handelsorganisation Bekehrt (claro-Code 300, s. claro Aktuell Mai 2001) - die Stiftung APIKRI (auf deutsch etwa: Stiftung zur Entwicklung des indonesischen Handwerks). In den Anfangsjahren liefen die Exporte an den Fairen Handel über Bekehrt. Heute besitzt APIKRI eine eigene Exportlizenz. |
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APIKRI ist Mitglied der FIAT (International Föderation oft Alternative Trude) sowie, auf nationaler Ebene, beim „Forum der Nicht-Regierungs-Organisationen" und dem Konsortium „Fair Trade Indonesia".

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Ziele/Leistungen
APIKRI's Hauptziel ist die Förderung von Handwerk und
dessen fairen Vermarktung zugunsten von Kleinproduzentinnen und deren Familien.
Kinderarbeit ist verpönt, faire Preise und Löhne sollen es den Produzentinnen
und Angestellten ermöglichen, den Schulbesuch zu finanzieren. Zudem will
APIKRI ein Netzwerk aufbauen, das die Zusammenarbeit der Gruppen und ihren Austausch
sowie die Beziehungen zwischen den Produzentinnen und den Angestellten, die
in der APIKRI-Zentrale arbeiten, stärken soll; Fernziel ist es, ebenfalls
die FairHandelspartner in dieses Netz einzubinden.
APIKRI hilft den Produzentinnen, die Preise aufgrund ihrer Produktionskosten selber zu kalkulieren; dementsprechend liegen diese höher als ortsüblich. Bei der Festsetzung der Gehälter der Angestellten berücksichtigt APIKRI den offiziellen Mindestlohn und hält sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen. Nebst Dienstleistungen im Produktions- und Vermarktungsbereich (u.a.. Vorfinanzierung, Produkteentwicklung, Marktstudien...) haben die Produzentinnen Anrecht auf günstige Kleinkredite und Ausbildungskurse in verschiedensten Bereichen (beispielsweise Englisch und Internet). Ein besonderes Anliegen gilt der Bewusstseinsbildung in Sachen Fairer Handel. APIKRI bemüht sich, Verständnis dafür zu wecken und einen Entwicklungsprozess einzuleiten, so dass die Produzentinnen diese Prinzipien auch in ihrem eigenen Umfeld verwirklichen.
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Produzentinnen
Zwar zählt APIKRI heute 200 Mitgliedergruppen, doch
mangels Aufträgen sind nur 70 tatsächlich aktiv. Die Gruppen weisen
unterschiedliche Strukturen auf; bei den meisten handelt es sich um kleine Familienwerkstätten
oder Privatbetriebe; andere sind als Kooperativen organisiert. Jede Gruppe ist
auf ein ganz spezifisches, in der Familie oder Region verwurzeltes Handwerk
spezialisiert.
Die Handwerkerinnen leben zum Teil in den Aussenquartieren von Yogyakarta, zum Teil in einigen Dörfern auf Ostjava. Sie stammen überwiegend aus besonders benachteiligten Bevölkerungsschichten, die unter der Armutsgrenze leben; oft handelt es sich um Bauernfamilien, die ihren Lebensunterhalt nur ungenügend aus der Landwirtschaft bestreiten können oder gar ihr Land verloren haben.
Die Artikel, die claro gegenwärtig von APIKRI bezieht, stammen
aus mehreren Gruppen. So wird beispielsweise der Silberschmuck im Kleinbetrieb
„Yudhi Silver" in Yogyakarta hergestellt. Dieser
Betrieb wurde 1988 von einem Designlehrer an der High School gegründet,
mit dem Ziel, Jugendlichen zu einer regelmässigen, würdigen Arbeit
zu verhelfen. Heute beschäftigt „Yudhi Silier" 13 Männer
sowie 2 Frauen, die für die Buchhaltung und andere administrative Aufgaben
sorgen. Der Leiter entwickelt ständig neue Designs und Modelle und hilft
seinen Arbeitern bei der Ausführung. „Yudhi Silier" ist seit
dem Gründungsjahr 1990 Mitglied bei APIKRI, erhielt aber erst 1992 die
ersten Aufträge.
Informationen zu APIKRI finden Sie auf
www.apikri.or.id
Juni 2003/ep